IBA Hamburg: Herr Boltze, wie sind Sie zum Schießsport und schließlich zum Schützenverein Fischbek gekommen?
Arne Boltze: Meine ersten Berührungspunkte mit dem Schießsport hatte ich mit 16 Jahren über die Betriebssportgemeinschaft des Zolls, in der mein Vater aktiv war. Dort habe ich Kleinkaliberpistole, Luftgewehr und Luftpistole geschossen. Ende der 1990er-Jahre sind wir nach Fischbek gezogen. Unsere Nachbarn waren fast alle im Schützenverein und irgendwann hieß es: „Arne, jetzt wird es aber Zeit.“ 2004 bin ich schließlich eingetreten. Weil ich bereits Erfahrung und eine Ausbildung als C-Trainer hatte, wurde ich gleich Schießwart und habe neue und junge Schütz:innen angeleitet. Später war ich Schriftführer und heute bin ich der erste Vorsitzende. Eigentlich habe ich seit meinem Eintritt immer irgendeine Aufgabe im Verein übernommen.
IBA Hamburg: Frau Mudra, bei Ihnen begann die Geschichte etwas anders. Was hat Sie in den Damen-Schießclub geführt?
Claudia Mudra: Ich bin in Fischbek aufgewachsen und mein Vater war im Schützenverein. Trotzdem hatte ich lange keinen besonderen Bezug zum Schießen. Erst als mein Sohn in der Jugendabteilung anfing und ich ihn einmal abholte, wurde ich von den Damen angesprochen. Vor etwa drei Jahren habe ich es dann selbst ausprobiert und bin nach und nach hineingerutscht. Als Ende 2024 eine neue erste Vorsitzende gesucht wurde, stand sogar die Zukunft des Vereins auf der Kippe. Für mich war klar, dass diese besondere Gemeinschaft nicht einfach verschwinden darf. Deshalb habe ich die Aufgabe übernommen. Der Zusammenhalt unter den Frauen und dieses Gefühl, füreinander da zu sein, bedeuten mir sehr viel.